U23 WM Banja Luka, Teil 1

Kurzbericht U23 WM-Wildwasserabfahrtsrennen Teilnehmerinnen Constanze Feine und Lea Sophie Barth: Am Samstag gegen 22 Uhr sind wir hier in Banja Luka angekommen . Geplant war 20 Uhr. Es gab noch Abendbrot, danach sind wir aber gleich schlafen gegangen, da wir alle ziemlich geschafft von der Fahrt waren . Am nächsten Tag hieß es 8 Uhr Frühstück um dann 10 Uhr zur ersten Einheit anzufahren. Heute war noch relativ wenig Wasser, ab morgen soll es 1m mehr Wasser geben.

Der niedrige Pegel heute war aber gar nicht so schlecht, da die vielen Pilze einen schon ziemlich hin und her schoben. So konnte man sich erst mal an das Schiebewasser gewöhnen, wenn es morgen noch mehr schiebt 😄. An sich ist die gesamte Classic Strecke nicht schwer, nur das Sprintstück ist relativ anspruchsvoll. Bei dem wenigen Wasser waren dort heute schon echt große Wellen, aber was für ein Glück für und, es gibt auf der ganzen Strecke nur ein riesen Stein zum Treffen für uns 😉

Sonst sind da noch zwei große Walzen, an denen man jeweils links und nochmal links vorbeifahren kann.

Also …. mal sehen wie es morgen bei mehr Wasser wird.

Oberhofer und Bremer bringen Abkühlung mit

Waren die jungen Kanuten im Winter noch in Oberhof vor dem Wassermangel in Sömmerda geflohen und hatten sich mit den Bremer Kanuten zusammen in Oberhof getroffen, um ein paar Tage in Eis und Schnee sich zu vergnügen, kamen am ersten Juli-Wochenende die Rennrodler vom Sportgymnasium Oberhof zusammen mit den Kanuten aus Bremen nach Sömmerda, um auf dem wieder vorhandenen leicht bewegten Wasser zu trainieren, Spaß zu haben und sich auszutauschen.

Und wie bereits im letzten Jahr war dies schon in Vorwetterbericht zu erkennen. Die Temperaturen sollten mächtig sinken, und das konnte nur einen Grund haben: Die Rennrodler bringen ihr Eis mit (etwas abgemildert durch das gemäßigte Klima von der Küste durch die Bremer Kanuten)!

Zum Glück wurde es dann doch nicht ganz so schlimm, bzw. die hohen Temperaturen der Vorwochen brachten das Eis zum Schmelzen (zumindest bis zum Sonntag), jedenfalls wurde es ein richtig guter Sportleraustausch mit viel Erkenntnissen und viel Spaß.

Bereits am Freitag Mittag kamen die Gäste an und wurden dann durch die Anlagen des Kanu-Club Sömmerda e.V. geführt und mit dem Gelände einschließlich Kanu-Kanal, dem Campingbereich, den Sanitäranlagen, der Gaststätte (es wurde gemeinsam gekocht) und natürlich dem großen Bootsschuppen vertraut gemacht.

Nach der Vorstellung aller Bootstypen mit Probesitzen und einzelnen Vorfahrten, sowie Eingliederung der Gäste in das normale Freitagstraining, bei dem auf der Strecke die Unstrut hoch bis zum Ende der Kleingärten die jeweiligen Kenntnisse ausgelotet wurden, ging es zum Abendessen. Danach durften noch die neuen wildwassertauglichen SUPs ausprobiert werden, die der Kanu-Club Sömmerda e.V. im letzten Herbst für seine Jugendarbeit angeschafft hatte und wer wollte/konnte vergnügte sich auf dem Kanu-Kanal. Ein Vortrag über das Vereinsleben mit Bildern und Filmausschnitten beschlossen den ersten Tag.

Am Samstag gab es nach dem Frühstück eine gemeinsame Schlauchbootabfahrt von Straußfurt aus. Hier ging es bereits lustig zu und auch das Aussteigen und wieder ins Boot kommen wurde fleißig geübt. Trocken kam keiner der Teilnehmer am Bootsausstieg vor dem Wehr an. Dass dabei die Geschichte der Unstrut und die biologische Vielfalt am und im Wasser nicht zu kurz kam bei den Erklärungen, war auch der Aufmerksamkeit der Gäste zu verdanken.

Nach dem Mittagessen gab es weitere Einweisungen und Übungen auf dem Mühlgraben (vor allem das Einsteigen vom Bootssteg in das deutlich tiefer fließende Wasser war herausfordernd). Das Werfen des Wurfsackes zur Rettung Gekenterter und Schwimmer im Wildwasser, das richtige Schwimmen in Wildwasser, sowie das Einsteigen in das Boot nach Kenterung auf dem Wasser wurden fleißig geübt. Hier konnten die Bremer Kanuten ihre Erfahrungen aus entsprechenden Fahrten auf dem Meer miteinbringen. Das Prinzip ist das selbe, nur die Boote sind kippeliger.

Am Sonntag ging es dann zum Drachenbootrennen an den Alperstedter See. Wir traten in gemischten und nicht eingespielten Mannschaften an. So mussten die anderen Teilnehmer in Alperstedt nicht fürchten, dass die „Profis“ des Kanu-Club ihnen die ersten Plätze streitig machen würden. Für uns war es als Vorstellen einer weiteren Form des Kanu-Sports gedacht und vor allem zum Stärken der Gemeinschaft und natürlich um Spaß zu haben. Die kühleren Temperaturen waren bei den anstrengenden Rennen durchaus willkommen. Die Platzierungen waren uns nicht wichtig und werden deshalb auch nicht hervorgehoben. Allerdings schlug die Jugendmannschaft (12-17 jährige) beim 500m Rennen vier Boote, die mit Erwachsenen im besten Alter und viel Drachenbooterfahrung antraten, aus dem Rennen.

Für Montag standen dann weitere Versuche auf dem Kanal an. Alle wagten sich unter Begleitung eines erfahreneren Paddlers in kleinen Dreier-Gruppen auf den Kanal, um dort das in den Tagen zuvor eingeübte im leichten Wildwasser auszuprobieren. Und tatsächlich gelang es auch allen frischgebackenen Wildwasser-PaddlerInnen, den Kanal an einem Stück zu bezwingen, ohne von den am Tag zuvor geübten Rettungstechniken Gebrauch machen zu müssen. Haupterkenntnis war: es macht unheimlich viel Spaß … und man kann noch ganz viel lernen.

Am Montag Nachmittag wurde der Besuch mit einem Spaßwettkampf aus gemischten Mannschaften zu einem tollen Ende geführt (Wagenrennen auf dem Wasser, Boote wechseln beim Fahren, Glockenläuten, Geschicklichkeitsparcours, etc.). Abends konnten sich die besonders Interessierten noch einmal mit Betreuern und bei Flutlicht auf den Kanu-Kanal begeben, während der Rest sich dem Grillen und dem Auftanken von Kalorien widmete.

Am Dienstag gab es nach dem Frühstück noch eine gemeinsame Aufräumaktion, bevor sich alle Gäste wieder auf die Heimreise begaben. Es war für alle ein tolles Erlebnis und alle Seiten wollen die Kooperation auch in den nächsten Jahren weiterführen.

Information für Kanalnutzer

Aufgrund der starken Trockenheit kann es vorkommen, dass die Wassermenge aus dem Rückhaltebecken in Straußfurt reduziert wird. So ist es derzeit. Es ist daher weniger Wasser auf dem Kanal als üblich, so dass mit Einschränkungen zu rechnen ist.

Das Kanaltraining selbst ist jedoch in diesem Rahmen möglich.

Der Kanu-Club hat sich entschlossen während dieser Zeit die Kanalgebühren auf 50% der Höhe zu reduzieren.

Gern können Sie sich über unsere E-Mailadresse informieren, wie der Wasserstand derzeit ist. Wir werden aus diesem Grunde jedoch auch regelmäßig das eine oder andere Foto vom Kanal veröffentlichen, um die Situation bildlich zu machen.

Informationen können Sie auch zu den üblichen Geschäftszeiten über unseren Mitarbeiter vor Ort Herrn Ringel in Erfahrung bringen. Kontaktdaten finden Sie unter der Kontaktseite.

Nachruf Ronald

Für die Familie und für uns ist das Unglück noch nicht zu begreifen.

Am Sonntag, dem 02. Juni 2019, ist Ronald Krummrich in der Schweiz auf dem Medelser Rhein tödlich verunglückt. Wir sind geschockt und traurig. Er verlor sein Leben bei dem, was er am liebsten tat.

Wir werden Ronald als früheren Trainer und Unterstützer des Vereins, aber in erster Linie als Mensch vermissen. Die Sportler schätzten sein Fachwissen und seine ruhige, aber zielstrebige Art, den Slalomkids war er sportliches und persönliches Vorbild. Zahlreiche Jahrgänge von Nachwuchspaddlern haben unter seiner Anleitung die Grundlagen unseres Sports erlernt. Wir alle werden uns an sein Lachen, seine Witzeleien und die Begeisterung für den Kanusport erinnern.

Ronald suchte die Herausforderung und maß sich nicht nur in Slalomwettkämpfen mit seinesgleichen, sondern am liebsten im extremen Wildwasser mit der Natur selbst, liebte das extreme Wildwasser. Es ist sicher in seinem Sinne, wenn wir das akzeptieren, ihn so in Erinnerung behalten und sein Engagement fortführen.

Ronald beim Sömmerda Rafting 2005

Volleyballer erkämpfen Platz drei

Während nach über einem halben Jahr Wasserabsperrung am 21. Juli endlich wieder Wasser im Mühlgraben und auf dem Kanu-Kanal floss bereiteten sich die Volleyballer des Vereins auf das Turnier in Weißensee vor.
Am Samstag spielten dann sechs Mannschaften in der Halle in Weißensee um den Sieg. Die Organisation und Versorgung war sehr gut und alle hatten nicht nur viel sportlichen Einsatz zu zeigen, sondern hatten vor allem auch wieder sehr viel Spaß dabei. Da jeder gegen jeden spielen musste, wurde es ein anstrengender Tag. Am Schluss konnte sich das Team den bronzenen Rang drei erkämpfen.
Die Aktiven und Unterstützer freuen sich schon auf die nächsten Wettkämpfe, wenn nach dem Thüringen-Tag wieder etwas mehr Ruhe in Sömmerda und Umgebung eingekehrt ist.

Helfer beim Kanu-Club

Im Rahmen einer Helferwoche durfte der Kanu-Club Sömmerda am Mittwoch letzter Woche die sieben Schüler der Finneck Schule „Maria Martha“ aus der Klasse Heise/Pfeifer, die sonderpädagogischen Förderbedarf haben, begrüßen. Ziel war es nicht nur, die vielfältigen Aufgaben eines Vereins kennen zu lernen, sondern aktiv bei diesen Aktivitäten zu unterstützen und sich auf diese Art für Umwelt und soziales Miteinander zu engagieren. Da derzeit noch kein Wasser auf dem Mühlgraben und dem Kanukanal ist und auch der Steg für den Bootsausstieg am Wehr noch nicht wieder montiert ist, mussten wir diesmal auf eine Müllräumaktion der Unstrut verzichten. Doch da der Kanu-Kanal nahezu trocken liegt, gab es hier auch viel zu tun. Über die Jahre hatte sich hier viel Sediment abgelagert, Moos und Algen haben den Boden besiedelt, was den Durchfluss des Wassers deutlich verlangsamt. So war die Aufgabe nun klar. Mit Schaufeln und Schabern ausgestattet wurde der Boden des Kanu-Kanals gereinigt. Der Einsatz war durchaus schweißtreibend, denn sowohl die Sedimentablagerungen als auch die Algen saßen richtig fest. In den zwei Stunden, die für die Aktion zur Verfügung standen, wurden gut 60m Kanalboden gereinigt und dabei fast 20 Schubkarren mit abgeschabtem Substrat aus dem Kanal entfernt.

Da es den Kindern wie auch BetreuerInnen so gut gefallen hatte und die Arbeit auch auf die Schüler zugeschnitten war, wiederholten wir diese Aktion am Freitag und haben nun eine gute Strecke bereits gereinigt.

Der Kanu-Club bedankt sich recht herzlich bei den tüchtigen HelferInnen und ist auch in der Zukunft gerne bereit, sich in Helferwochen einzubinden. Dann vielleicht auch wieder mit Wasser und damit einer Müllsammelaktion auf dem Wasser.