Hartes Wettkampfwochenende

Das sonnige Wochenende war diesmal ein harter Test für die Slalom-Kanuten. Bereits am Samstag stand der Wettbewerb in Gera an. Nur bei den erfahrensten Kanuten zeigte die Trainingszwangspause (durch vierwöchiges Trockenlegen des Mühlgrabens am Bootshaus) in Sömmerda weniger Wirkung. Gerade bei den Schülern konnte der Mangel an Techniktraining auf dem Wildwasserkanal nicht allein durch Einsatz ausgeglichen werden.

Und doch waren die Ergebnisse in Gera beachtlich.

Während Julius Elias Barth bei den Schülern C im Kajak Einer K1, nach zwei guten Läufen, den vierten Platz sich erkämpfte, war Artur Mietsch bei den Schülern A trotz hoher Motivation, Einsatz und einem guten zweiten Lauf mit seiner Platzierung (24ster) nicht wirklich zufrieden. Bei den Männern der Altersklasse im Canadier Einer C1, gewann Michael Kühn vor Thomas Kühn. Sechster wurde hier unser „Oldie“ Matthias Schunke. Lea Sophie Barth gewann ihre Klasse der Damen im C1, wie erhofft.

Am Sonntag ging es dann auf heimischer Strecke auf einem sehr anspruchsvoll gehängtem Slalomparcours bereits früh morgens weiter. Es war hier nicht nur der dritte Lauf zur Thüringenmeisterschaft, sondern auch zugleich die Mitteldeutsche Meisterschaft. Dementsprechend waren mit über 300 Startern das Programm sehr eng getaktet.

Während in der Sommerküche ab 08:00 Uhr mit Kaffee, Kuchen und später auch mit Bratwürsten und Bräteln für das leibliche Wohl gesorgt wurde, waren viele Vereinsmitglieder bei Start, Ziel und Sicherung im vollen Einsatz. Manche hatten nicht nur organisatorische Aufgaben, sondern waren zugleich auch Teilnehmer am Wettbewerb, was eine genaue Koordination nötig machte. Wie gewohnt hatten die Aktiven aber alles im Griff, und jeder konnte sich auf seinen Einsatz auf dem Wasser konzentrieren.

Sportlich konnten sich die Athleten auch gut platzieren. Während Artur Mietsch seine Platzierung vom Vortag halten konnte (allerdings in einem deutlich größeren Teilnehmerfeld), wurde Johannes Backes – der erst am frühen Morgen von einem Schulausflug nach London zurückgekehrt war – in der Klasse der Jugend im K1 22ster. Nur hauchdünn musste Julius Elias Barth sich einem Konkurrenten auf der Heimstrecke geschlagen geben, war aber sehr zufrieden mit dem zweiten Platz. Bei den Erwachsenen siegten Thomas Kühn und Michael Kühn in ihren jeweiligen Altersklassen. Matthias Schunke holte sich hinter Michael Kühn den zweiten Platz. Auch Lea Sophie Barth musste sich diesmal einer Konkurrentin geschlagen geben. Im C1 der Damen siegte diesmal Andrea Herzog, frühere Juniorenweltmeisterin von 2015 und 2017 und Mitglied der Nationalmannschaft im Kanuslalom.

Bei herrlichem Wetter und intensiver Zuschauerkulisse endeten die Wettkämpfe erst kurz vor 19:00 Uhr mit der Siegerehrung.

Strahlende Sonne lacht den Tüchtigen

Am Samstag wurden im Kanupark Markkleeberg die Gruppenmeisterschaften Ost im Kanu-Slalom durch den sächsischen Kanu-Verband ausgerichtet. Bei strahlendem Sonnenschein und 20 °C (das Wasser hatte die Hälfte) konnten die Athleten fast aller Altersklassen auf dem kleinen Kanal ihr Können mit dem der Athleten der anderen Vereine messen.

Gerade im Slalom ist eine gute Vorbereitung im technischen Bereich wichtig. Hier waren wir sehr gespannt, was die vierwöchige Absperrung des Wassers im Mühlgraben in Sömmerda, wodurch auf dem Kanal nicht trainiert werden konnte, für Auswirkungen im Wettbewerb hat.

Trotz dieses Handycaps und der Feier und Auszeichnung bei der Kreissportlerehrung, die am Tag zuvor noch stattgefunden hat, schnitten die drei Athleten vom Kanu-Club Sömmerda e.V. insgesamt sehr gut ab.

So wurde Thomas Kühn in seiner Altersklasse im C1 (Canadier Einer) Zweiter, nachdem er sich im zweiten Lauf deutlich verbessert hatte. Michael Kühn gewann seine Altersklasse – man möchte fast sagen: wie gewohnt – mit überragendem Vorsprung. Mit seiner Doppelpartnerin Bärbel Henschke-Wiesner aus Rudolstadt konnte er sich auch den zweiten Platz im C2 Mixed sichern.

Lea Sophie Barth steigerte sich nach einem schwächeren ersten Lauf deutlich und gewann bei den Damen der Leistungsklasse im C1. Da leider hier nur eine geringe Beteiligung war, lässt sich ihre Leistung vor allem daran messen, dass sie mit ihrer Zeit auch bei den Herren der Leistungsklasse auf Platz 6 gelandet wäre.

Insgesamt ein gelungener Tag mit viel Freude und Sonne sowie guten Ergebnissen.