Alle Beiträge von Peter Sporrer

Kein Wasser bis Mitte des Jahres!

Trotz zäher Verhandlungen seit September 2018 (!!) sowie mehrfacher mündlicher als auch schriftlicher Zusagen wird am Bootshaus vorerst kein Wasser fließen, denn der zugesagte Damm wird nicht gebaut. Das wird (voraussichtlich) bis Ende Juni so bleiben.

Wie sind maßlos enttäuscht!

Kanuten fliehen vor Wassermangel in die Berge

Wieder sind wir am Kanu-Club seit Monaten ohne Wasser und das Wetter ist so schön. Also was tun? Wir haben ja das Glück, dass wir seit einem Jahr mit den Rennrodlern der Sportschule von Oberhof einen Kontakt aufgebaut und mit Leben gefüllt haben, den wir gerne wieder nutzen.

Also geht es nach viel Vorbereitung am Samstag mit 12 begeisterten Kindern und Jugendlichen sowie vier Betreuern auf den Weg nach Oberhof. Dort wartet zwar leider keine Sonne mehr, aber – als Einstimmung – ein Wettkampf der Schüler C (also die Altersklasse auch der meisten unserer jungen Paddler) im Rennrodeln auf der Bobbahn von Oberhof. Auch wir dürfen danach wieder aktiv werden. Fast zwei Stunden lang üben wir in der speziellen gut 100m langen Starthalle, auf der in zwei Eisbahnen Starts von Bob, Rodel und Skeleton erklärt, trainiert und verbessert werden können.

Nach einem typisch thüringischen Mittagessen wird der Plan geändert. Da aufgrund der sehr warmen Tage vor unserem Besuch der Schnee das Weite gesucht hat, können wir nicht auf den Skihang mit unseren Booten. Deshalb dürfen wir auf der elektronischen Startanlage mit verschiedenen Geschwindigkeiten und Neigungen das „Anpaddeln“ üben, wie es hier genannt wird, wenn man nach dem Start noch kräftig anschiebt bzw. besser gesagt anzieht, um noch etwas mehr Schwung zu bekommen. Auch ein Simulationsgerät für die feinfühlige Lenkung des Rodels wird getestet. Danach ist richtig heftiges Training angesagt mit einem Kraft, Ausdauer und Gelenkigkeit fordernden Zirkellauf, sowie Trampolinübungen für die Spannkraft und noch einmal Anpaddelübungen auf Rollschlitten.

Es ist doch jedes mal wieder erstaunlich, dass es einige Parallelen der Sportarten Rennrodeln und Kanuslalom/Kanuabfahrt gibt. So war den Paddelschülern die Ansage „ihr müsst ganz weit nach vorne greifen um den nötigen Zug zu bekommen“ sicher vertraut. Auch der Körpereinsatz zum Lenken war ähnlich. Allerdings gab es auch einige Dinge, die total anders sind. So wäre eine möglichst steife Hüfte beim Start für Kanuten eher nachteilig, für Rodler aber unerlässlich, um die Kraft auf die Bahn zu übertragen. Das abschließende Abendessen in der Thüringer Hütte ist dann auch zum Auftanken der verbrannten Kalorien nötig.

Nach einer sehr ruhigen Nacht (junge Menschen können so gut schlafen, wenn ausreichend ausgelastet) geht es nun auf die echte Rodelbahn. Natürlich nicht gleich von ganz oben. Wer will, darf die echten Rennrodelschlitten ausprobieren und/oder auch mit dem Ice-Tube (einem Schlauchring mit Boden vergleichbar) sogar von etwas weiter oben im Einzel oder in Kleingruppen bis zu vier Personen starten. Dass wir selbst im unteren Drittel der Strecke bis zum Ziel Geschwindigkeiten von gut 50 km/h erreichen, ist anfangs schon beeindruckend und lässt uns alle vorsichtig beginnen. Doch mit den Fahrten kommt die Freude und der Spaß immer mehr auf und wir versuchen nun auch möglichst schnell und nicht mehr nur möglichst sicher ins Ziel zu kommen. Die Zeit vergeht so schnell, und als wir um 12 Uhr von der Strecke müssen, sind alle glücklich und traurig zu gleich. Wir wären alle gerne noch länger in der Bahn unterwegs gewesen. Doch das Mittagessen ist bestellt und will vernichtet werden.

Danach geht es für zwei Stunden in die Eishalle Ilmenau zum Schlittschuh fahren. Danach sind auch alle ausreichend müde, dass auf der Heimfahrt kaum mehr geredet wird.

Die Oberhofer Schüler unter Leitung ihrer Trainer Fabian, Max und Marion helfen uns in den beiden Tagen mit vollem Einsatz bei Start, Ziel und dazwischen und feuern uns auch auf der Strecke an. Vielen Dank an alle Beteiligten aus Oberhof!

Bereits während des Abendessens wurde wieder ein Gegenbesuch im Juli in Sömmerda vereinbart. Wir freuen uns schon, unseren lieben Gastgebern der letzten beiden Tage den Spaß an der flüssigen Form des Wassersports sehr bald nahebringen zu können.

Fix & Fertig beim Volleyballturnier

Traditionell zum Jahresbeginn richtete das Volleyballteam des Kanuclubs Sömmerda am 12. Januar ihr Turnier für Mixmannschaften zum 26. Mal aus.

Es waren insgesamt 10 Mannschaften aus dem Kreisgebiet sowie aus Erfurt, Ballhausen und Magdala angereist.

Der gastgebende Kanuclub begann den 1.Satz in der Vorrunde mit einer relativ klaren Niederlage gegen das Team aus Erfurt. Im 2.Satz konnte sich das Team steigern und erreichte durch mehr spielerische Sicherheit Gleichwertigkeit mit den Erfurtern. Doch zum Ende des Satzes reichte es dann nicht ganz für einen Sieg.

Im 2. Spiel gegen Ballhausen zeigte der Gastgeber eine deutliche Steigerung und gewann beide Sätze deutlich. Leider konnte das Team diese Leistung im nächsten Spiel gegen die „Ölkännchen“ Sömmerda nicht bestätigen und der 1. Satz ging klar verloren. Hier gab es dann aber wieder im 2.Satz eine deutliche Steigerung im Spielaufbau, die mit einem knappen Sieg belohnt wurde.

Im letzten Vorrundenspiel gegen den Turnierfavoriten aus Weißensee gab es dann wieder einen ähnlichen Ablauf. Während der 1. Satz u.a. durch Schwächen in der Ballannahme wieder klar verloren wurde, steigerte sich das Team, musste am Ende aber auch den 2. Satz knapp verloren geben.
Mit einem 4. Platz in der Vorrundengruppe ging es dann in die Mittagspause, die von unserem Serviceteam wieder bestens vorbereitet war.

Im Spiel um Platz 7 zeigte die Mannschaft vom Kanuclub dann mehr Sicherheit in der Ballannahme und im Spielaufbau. Die Mannschaft aus Magdala wurde in beiden Sätzen klar beherrscht, so dass wir das Turnier hier noch mal mit einem Erfolgserlebnis beenden konnten.

Äußerst spannend war das Finalspiel um Platz 1 der Mannschaften aus Weißensee und dem jüngeren Team „Fix&Fertig“ aus Sömmerda. Im 1. Satz begannen die routinierteren Spieler aus Weißensee druckvoller und lagen bis zum Stand von 20:18 meist in Führung. Die Spieler vom Team „Fix&Fertig“ ließen sich davon aber nicht beeindrucken. In einem homogen spielendem Team ragte der Hauptangreifer Christian Krähmer noch etwas heraus,der von den beiden Zuspielerinnen bestens mit Pässen versorgt wurde.Als am Satzende bei den Weißenseeern Unruhe im Team aufkam und einzelne Fehler auftraten, nutzen das die Spieler vom Team „Fix&Fertig“ und gewannen den 1. Satz mit 25:22. Ähnlich verlief auch der 2. Satz. Bei einer 20:16 Führung für Weißensee sah es schon nach einem Sieg für den Turnierfavoriten aus Weißensee aus. Aber auch hier zeigte Team „Fix&Fertig“ Spielfreude und mannschaftliche Geschlossenheit, so dass der Satz mit 25:23 und damit das Turnier gewonnen wurde.

Im kleinen Finale um Platz 3 setzte sich das Team aus Erfurt gegen die Sportfreunde vom Team Seesport aus Sömmerda durch.

Alle hatten wieder viel Spaß und das gemeinsame Spiel war wichtiger, als das Ergebnis. Hätten wir sonst eine ehemalige Landesligaspielerin so ohne Bedenken ein paar mal an die späteren Sieger „ausgeliehen“?

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr und werden noch einmal kräftig trainieren.

Wehr-Spaß

Erfindungsreich und voller Ideen mussten die Kanuten diesmal sein. Denn dieses Jahr stand es lange auf der Kippe, ob das Glühweinpaddeln überhaupt stattfinden kann. Da aufgrund weiterer Baumaßnahmen an der Dreysemühle seit Ende November den Kanuten wieder mal das Wasser abgedreht worden ist, und damit das traditionelle Glühweinpaddeln nicht auf dem Kanukanal bei Flutlicht stattfinden konnte, suchten wir eine andere Lösung.

Mit etwas Glück und etwas Mut fanden sich sechs Paddler unterhalb des Wehrs bei dem zu diesem Zeitpunkt gut Wasser durchlassenden Wehrs ein und genossen – saisongemäß mit Nikolausmützen ausgestattet – die Möglichkeiten der hohen Wellen … und des sich dahinter befindlichen „Loches“. Für gute Sicht sorgten ein paar zufällig anwesende Autos mit ihren Scheinwerfern, für zusätzliche gute Stimmung die anderen Vereinsmitglieder als Zuschauer. Nach ausreichendem Spielen wurde sich umgezogen und der zweite Teil des Glühweinpaddelns im Bootshaus in gemütlicher Runde und mit allen Zuschauern weitergeführt. Ein gelungener Abend mit viel Spaß für alle.