Wildwasserrennsport (auch Wildwasser-Abfahrt, Kanu-Abfahrt)

Hierbei geht es darum, eine Wildwasserstrecke in kürzester Zeit mit dem Abfahrtsboot zu befahren.

Im Wildwasserrennsport unterscheidet man Sprint- und Mittelstrecken-Wettbewerbe. Da Abfahrtsrennen zu Beginn als Langstreckenrennen ausgetragen wurden, wird die längere Mittelstrecke als Classic bezeichnet.

Die Streckenlänge liegt bei der klassischen Wildwasserabfahrt bei 4–8 km. Dies entspricht je nach Strömungsgeschwindigkeit Fahrzeiten von 12 bis 20 Minuten.

Seit Anfang der 1990er Jahre gibt es auch den so genannten Wildwassersprint. Der Sprint wird auf einer 200–600 m langen Wildwasserstrecke in zwei Läufen gefahren, die beste Laufzeit zählt.

Über beide Strecken werden Einzel- und Mannschaftswettkämpfe ausgetragen . Eine Mannschaft besteht aus drei Booten der gleichen Bootsklasse, die gleichzeitig die Strecke befahren. Die Fahrzeit wird gemessen vom Start des ersten bis zur Zielankunft des letzten Bootes , wobei diese innerhalb von zehn Sekunden über die Ziellinie fahren müssen.

 Im Jahre 2016 durften wir hier in Sömmerda zum ersten mal die Deutsche Meisterschaft im Sprint austragen. Dabei konnten sich zwei der Sömmerdaer Starter mit Podiumsplätzen hervortun.

Insbesondere Lea Sophie Barth konnte mit ihren 17 Jahren als Deutsche Meisterin der Frauen im C1 triumphieren.Aufgrund des Erfolges wurde Sie in den Kader der Dt. Junioren-Nationalmannschaft berufen.

Bei den Schülern C konnte ihr Bruder Julius den 2. Platz im K1 erkämpfen.

 Wettkampfplan 2017

Datum

Ort

Bemerkung

18.-19. März

Fulda

Samstag Sprint, Sonntag Langstrecke

07.-09. April

Ilz

Samstag Langstrecke, Sonntag Sprint

22.-28. Mai

Unken (A)

Deutsche Meisterschaft

24.-25. Juni

Sömmerda

 

Geschichte

Die erste belegte Wildwasserregatta fand am 16./17. Juli 1921 auf der Isar statt. Es folgten ab 1922 weitere Regatten auf Enns, Salzach und Traun. Danach wurde hauptsächlich Wildwasserslalom gefahren und als Rennen veranstaltet. Die Wildwasserabfahrt wurde erst 1958 beim ICF-Kongress in Prag mit dem Beschluss, alle zwei Jahre Wildwasser-Weltmeisterschaften in der gleichen Region der Slalom-Wettkämpfe zu veranstalten, wieder eingeführt. 1963 wurden neben den Faltbootklassen, das erste Mal auch Titel im RI, aus Kunststoff gefertigten Kajaks, vergeben. 1965 entfielen die Faltbootklassen aus dem Programm.