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Tour de Wipper

Es ist Faschingszeit, und was machen da die Kanuten? Feiern, auf ihre Art. Beim Altstadtfasching im Bootshaus ist das Dschungelfieber ausgebrochen, das bekanntermaßen am besten mit einer reichlichen Dosis Spaß und Tanz behandelt wird.

Während sich in Weißensee die Jecken am Gondelteich sammeln, steigen im schönen Göllingen im Kyffhäuserkreis sechs Gestalten in merkwürdigen Aufzügen aus einem Kleinbus. Neopren, Trockenjacken und Schwimmwesten, dazu ein Hänger voller Boote – die wollen doch nicht etwa … ? Doch, genau wollen die!

Für das sehenswerte Kloster in Göllingen ist heute leider keine Zeit, der reizende Kleinfluss Wipper trägt uns in zahlreichen Schleifen vorbei an Seega und Günserode vorbei über Bilzingleben bis nach Kindelbrück, wo die Fahrt enden soll.

Doch alles schön der Reihe nach. Gut verpackt in wasserdichter Kleidung starten wir bei der Brücke am Ortsausgang von Göllingen. Der Einstieg ist glitschig und rutschig, so dass wir hier schon die ersten „Gefahren“ bestehen mussten. Unter der Brücke durch, geht es am Rande von Göllingen entlang. Hier haben wir schon die ersten Zuschauer, die völlig überrascht sind von diesem „Aufzug“.

Das Wipper hat gut Wasser, aber nicht zu viel und die Strömung ist angenehm, so dass wir auch, ohne uns anzustrengen, schnell vorankommen. Doch schon das kühle und vor allem sehr windige Wetter bringt uns doch schnell dazu, wieder selber kräftig zu paddeln, um warm zu werden. Einzelne kleine Stromschnellen, z.B. kurz vor Seega (dessen Wappen auf die Wipper hinweist) sind dann die ersten Bewährungsproben für all diejenigen, die zum ersten mal im freien Wildwasser unterwegs sind. Nach anfänglichen Bedenken werden die Stellen gemeinschaftlich gemeistert. Hinter Seega gibt die Papiermühle noch einmal ein paar schöne Wellen ab. Leider ist die Ruine Arnsburg vom Wasser aus nicht gut zu erkennen. Am Wipperdurchbruch können wir das schöne Tal mit dem freiliegenden Muschelkalk auch ohne Sonne genießen. Gerade hier im Naturschutzgebiet bei Günserode blühen im Frühjahr unzählige geschützte Orchideen.

Nun wechseln wir in den Landkreis Sömmerda über. Kurz vor Bilzingsleben, dem Fundort des mittlerweile weltbekannten Homo erectus bilzinglebenensis, ist noch eine Stufe unter einer Brücke zu bewältigen, die dem Fotografen – bedacht auf besonders beeindruckende Bilder – fast zum Verhängnis wird und dadurch nur Bilder mit viel Wasser ergibt.

Hinter Bilzingsleben geht es dann in die letzte große Flussschleife, und keine 20 Minuten später ist die schöne Abfahrt auch in Kindelbrück bereits zu Ende. Die Neuzugänge an Mensch und Material haben sich bewährt und bei heißem Tee und gut gekühlter Schoki entstehen schon die nächsten Pläne – es ist doch schon fast Frühjahr.

Insgesamt ein sehr gelungener Ausflug in die schöne Natur und die kulturellen Möglichkeiten, die unsere Region bietet.

Glühweincup

Am Dienstag 05. Dezember treffen wir uns wieder zum Glühweinpaddeln auf dem Kanal. 18:00 Uhr treffen wir uns und paddeln bis ca. 19:00 Uhr. Danach gibt es den wohlverdienten Glühwein.

Alle Paddler sind herzlich eingeladen mitzufahren.

Impressionen von 2016:

Saisonausklang

Am vorletzten Oktoberwochenende gab es – wie schon beim Anpaddeln im März – eine Zweiteilung der Mitglieder des Kanu-Club Sömmerda e.V.. Während die Wildwasserrennsportler vor allem mit der Jugend noch in Prüm den letzten Wettkampf bestritt, feierten viele Mitglieder des Vereins das Saisonende mit einer Abfahrt per Wildwasser- oder Schlauchboot auf der Unstrut und danach bei Kaffee und Kuchen in der Vereinsgaststätte.

Hier schloss sich der Kreis, denn – wie schon beim Anpaddeln – gab es viel Wasser und das nicht nur von unten. Doch der Regen verhinderte nicht den Spaß beim Paddeln sondern nur die Bilder dazu. Leider gab es dieses Jahr auch nur wenig Schlehen an den Sträuchern entlang der Paddelroute, so dass sich bis zum März nächsten Jahres sicher viele die Frage stellen: Was werden wir beim Anpaddeln zum Aufwärmen dabei haben, wenn es keinen Schlehenlikör gibt?

Und wie lief es für unsere Wettkämpfer? Die waren ja in und auf der Prüm in der Eifel und haben sich beim Wildwasserabfahrtsrennen mit ihren Konkurrenten und Freunden nahe der Irreler Wasserfälle gemessen. Dabei wurde am Samstag noch vormittags intensiv geübt, und in den Sprintrennen (im luxemburgischen Teil der Prüm) kam Julius Barth nach zwei guten Läufen als vierter bei den Schülern C ins Ziel. Nach einem tollen 2. Lauf wurde Artur Mietsch 12ter und Johannes Backes 18ter bei den Schülern A. Lea Sophie Barth wurde Siebte bei den Damen im K1, gewann aber das C1-Rennen. Bei den Classic-Rennen (lange Distanz) am Sonntag war nur ein Trainingslauf auf der Schülerstrecke möglich. Hier konnte Julius Barth wie am Vortag vierter bei den Schülern C werden, Artur Mietsch wurde 23ter, Johannes Backes 21ter bei den Schülern A. Alle drei gehören zu den jüngsten der jeweiligen Altersgruppen und haben daher bei der Ausdauerstrecke doch noch etwas zu kämpfen. Um für das kommende Jahr vorzubereiten, wird der Winter wohl dem Kraft- und Ausdauertraining gewidmet werden. Lea Sophie Barth musste in der Irreler Wasserfällen zwei mal rollen, belegte aber trotzdem den ersten Platz im C1.

Bilder: Maja Uphoff-Jaedicke

Zwickauer Olympiakanalnachbau im Fernsehen

Das MDR-Fernsehen hat für die Sendereihe „Der Osten – Entdecke wo du lebst“ im Sommer in Zwickau einen Beitrag zum Nachbau des Olympiakanals von Augsburg 1972 gedreht. Der Nachbau des Olympiakanals befindet sich in Zwickau – Cainsdorf.
Es wird über die Entstehungsgeschichte und den derzeitigen Zustand des Kanals berichtet.
Weiterhin wird über die momentanen Aktivitäten im Kanu-Club Zwickau berichtet.
Die Sendung wird am 24.10.2017 um 20.45 Uhr auf MDR ausgestrahlt.