Archiv für den Monat: Juli 2015

Chancen bei den Juniorenweltmeisterschaften

DSC_8014Während in Sömmerda die Vorbereitungen des Sömmerda Rafting 2015 in der Endphase sind, steht auf der anderen Seite der Welt ein ganz anderer sportlicher Höhepunkt an. In den USA starten auf dem Nantahala River vom 02.08. – 07.08.2015 die Junioren und U23 Weltmeisterschaften im Kanu Wildwasserrennsport. Und Lea Barth vom Kanu-Club Sömmerda ist dabei. Am kommenden Dienstag wird Lea gegen die Paddelelite in ihrer Disziplin antreten und wir werden sehen, ob sich das Training gelohnt hat.

Jetzt heißt es für alle: Daumen drücken!

Deutsche Meisterschaft Wildwasserrennen in Lofer

Knapp drei Wochen vor dem Abflug zu den Juniorenweltmeisterschaften in Bryson City stand für Lea Sophie Barth mit den Deutschen Meisterschaften im Wildwasserrennsport in Lofer ein letzter Leistungstest auf dem Programm. Das schöne Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen über 25°C war schön für die Zuschauer, die Wettkämpfer hätten sich aber über Regen und damit mehr Wasser in der Saalach gefreut. Der extrem niedrige Wasserstand sorgte bei fast allen allen Teilnehmern bereits im Training für Schäden an den Booten. Hiervon betroffen waren leider auch Lea und ihre Zweierpartnerin Swantje van de Ven, die am Freitag Abend nach einer sehr unsanften Begegnung mit einem Stein, statt gemütlich Abendbrot zu essen, ihr Boot wieder fit machen mussten.

Bereits um 8.00Uhr morgens mussten Swantje und Lea am Samstag zu ihren Qualifikationsläufen im Einzel antreten. Auch wenn Lea nicht immer die Ideallinie erwischte, schaffte sie als Zweite souverän die Qualifikation für das Finale der besten Drei. Pech hatte dagegen Swantje, die als undankbare 4. knapp am Finale und an einer Medaille knapp vorbeifuhr. Das sich die abendlichen Bastelstunden gelohnt hatten, zeigten Lea und Swantje dann im CII. Als einziges Damenboot im Feld der Herren konnten sie mit Platz 5 überzeugen und nebenbei auch alle männl. Junioren hinter sich lassen!

Nach einer kurzen Mittagspausen musste Lea im entscheidenden Finallauf antreten. In diesem musste sie sich dann wieder einmal ihrer größten Kontrahentin, der Weltcupgesamtsiegerin Sabrina Barm aus Augsburg, geschlagen geben.

Auch wenn „nur“ die Silbermedaille gewonnen werden konnte, zeigte das Wochenende, dass die Formkuve in die richtige Richtung verläuftt. Durch den mal wieder trockengelegten Mühlgraben sind die Trainingsbedingungen so kurz vor dem Saisonhöhepunkt gerade sehr eingeschränkt. Nun heisst es Kräfte sammeln, der Schlagtechnik noch einen letzten Schliff geben und hoffen, dass die Wartezeit bis zum am 30.07 schnell vorbeigeht.

Henrik Barth (KC Sömmerda)

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Deutsche Meisterschft der Jugend und Junioren in Hagen-Hohenlimburg

Um die lange Wettkampfpause bis zu den Deutschen Meisterschaften bzw. den Juniorenweltschaften im Wildwasserrennsport zu überbrücken, startete Lea Sophie Barth bei den Deutschen Meisterschaften im Kanu Slalom in Hagen – Hohenlimburg. Aufgrund der Konzentration im Training auf den Rennsport und den in 5 Wochen anstehenden Weltmeisterschaften, waren die Erwartungen nicht besonders hoch.

Auf der sehr aufwendig neu gestalteten Strecke im Wildwasserpark an der Lenne schaffte es Lea dann nach zwei durchwachsenen Vorläufen am Sonnabendvormittag gerade so auf den letzten Startplatz im Halbfinale. Nun hieß es bis zum Abend warten und ein schattiges Plätzchen suchen, standen doch gegen 19.00Uhr noch die Mannschaftsrennen an. Nach den Plätzen 2 und 3 in den Vorjahren, blieben die Thüringer Mädels ihrer Serie leider treu und belegten dieses Jahr den undankbaren 4.Platz.

Nach dem enttäuschenden Samstag startete Lea wie ausgewechselt in ihr Halbfinale. Mit aggresiven Schlägen trieb sie das Boot vorwärts, nur im Mittelteil stand sie jeweils etwas zu weit unter den Aufwärtstoren. Mit 0 Strafpunkten und einer sehr guten Fahrzeit belegt sie Platz 5 und war für das Finale der besten 6 qualifiziert. In diesem hieß es nun alles oder nichts. Im oberen Streckenabschnitt lies Lea das Boot in den Abwärtskombinationen schön laufen und stand im Mittelteil wesentlich enger an den Aufwärtstoren als im Halbfinale. Doch leider schlug Leas Heck bei der Drehung von Tor 19 zu Tor 20 an einen Stein und blieb kurz hängen. Dadurch hatte Lea keine Chance mehr Tor 20 direkt zu erreichen. Lea kämpfte sich zwar noch einmal hoch, um Tor 20 zu befahren, dass dies aber den letzen Platz im Finale bedeutete, war sofort klar.

Auch wenn am Ende „nur“ der 4. und 6.Platz in der Ergebnisliste stand, konnte Lea doch noch einmal Selbstvertrauen auf dem Weg zur JWM tanken.

Henrik Barth
(KC Sömmerda)